Bohnenbrownies

Bohnenbrownie Ancora Arte

Dadurch, dass ich selber eine Fructoseintoleranz  habe, bin ich immer auf der Suche nach neuen Rezepten, die ich adaptieren kann.
In den letzten Jahren hat sich, man könnte fast sagen, eine Essbewegung entwickelt, die helfen soll, was Zutaten angeht, etwas über den Tellerrand zu blicken . 

Also dachte ich mir, nachdem ich gestern eine Dose Kidneybohnen geöffnet habe, dass ich mit dem Rest etwas ausprobieren möchte: Bohnenbrownies.

Diese sollen
– weizenfrei
– fructosefrei
– lactosefrei
sein.

Ich bin um ehrlich zu sein sehr skeptisch, wie dieser Kuchen schmecken wird, aber hoffe, dass ich mich selber vom Gegenteil überzeugen kann. 

Also hier kommt mein Masterplan!

Bohnenbrownie Ancora Arte

1. Schritt: Rezeptsuche

Wie in den meisten Fällen, habe ich einmal Pinterest durchforstet und war überrascht wie einfach Bohnenbrownies zu machen sind. Ohne einem wirklich bestimmten Grund habe ich mich für dieses Rezept von “eating bird food” entschieden.

2. Schritt: Zutaten und Adaptation

Zutaten:
– 400g Dose Kidneybohnen (abtropfen)
– 3 Eier
– 40g Kokosfett oder Butter (geschmolzen)
– 30g Kakopulver (roh, ungesüßt)
– eine Prise Salz
– 1 TL Vanilleextrakt
– 60g Ahornsirup
– 60g Schokolade (Zartbitter, gehackt)
– 40g Walnüsse (gehackt)

Adaptation:
– ich werde es zuerst mit 2 Eiern versuchen, weil meine Bohnendose nicht mehr ganz voll ist
– Weil Vanielleextrakt meistens Zucker (besonders Fructosesirup!) enthält und ich derzeit keine Vanilleschote zuhause habe, werde ich das weglassen und stattdessen 1TL Zimt nehmen
– Ahornsirup wird auch schwierig. Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht ob ich das     vertrage oder nicht, aber 
1. hab ich kein Ahornsirup zuhause
2. werde ich das einfach mit Reissirup ersetzten
– Ich werde eine Mischung von meinen Schokoladen von Frusano verwenden
– Wenn ich mit der Konsistenz nicht zufrieden bin, werde ich esslöffelweise Dinkelmehl dazugeben.

3. Schritt: Zubereitung

– Ofen auf 180°C vorheizen
– Backblech mit Backpapier auslegen
– Alle Zutaten (außer Schokolade und Walnüsse) in der Küchenmaschine zusammenmixen, bis eine homogene Konsistenz entsteht
– Schokolade und Walnüsse hineinheben (etwas zur Seite legen)
– “Kuchenteig” in die Form gießen und anschließend mit den restlichen Nüssen und Schokolade bestreuen
– ca 35min. backen und auskühlen lassen

Bohnenbrownie Ancora Arte

4. Schritt: Das Resultat

Also prinzipiell hat es funktioniert. Allerdings bin ich derzeit noch nicht 100% überzeugt. Hier mein Fazit:

Konsistenz:
Unbedingt auskühlen lassen! Ich war sehr ungeduldig und da es kaum etwas besseres gibt als frischen Kuchen, direkt aus dem Ofen, habe ich gleich ein Stück abgeschnitten um zu kosten. Großer Fehler. Die Konsistenz war sehr seltsam. Ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben kann, am ehesten “bohnig”. Auf jeden Fall war der Brownie um Welten besser nachdem er ausgekühlt ist, aber mit der Konsistenz war ich bis zum Schluss nicht ganz zufrieden, was mich besonders deshalb verwundert hat, weil der Kuchen auf der Homepage besonders wegen dem angepriesen wurde.

Geschmack:
Meine größte Sorge war, dass der Kuchen nach Bohnen schmecken wird. Das war tatsächlich überhaupt nicht der Fall. Er war absolut schokoladig und süß, mit einem angenehmen “crunch” von den Nüssen. Allerdings muss ich auch hier wieder betonen: AUSKÜHLEN LASSEN! 

Test mit Person ohne Nahrungsmitteleinschränkungen:
Ich habe den Kuchen zwei Personen zum Kosten gegeben. Beide male habe ich davor nichts Näheres zu dem Brownie gesagt. Zusammenfassend kann man sagen: lecker (ohne, dass er umhauend ist) aber die Konsistenz ist merkwürdig. 

Verbessern?
Ich habe hin und her überlegt wie man die Konsistenz verbessern könnte. Hier einige Ideen:
– Tatsächlich  3 Eier nehmen
– Nur die Halbe Menge an Bohnen nehmen und die andere Hälfte mit Mehl ersetzen
– länger in der Küchenmaschine mischen und zerkleinern (vielleicht war nur ich ungeduldig?)

Würde ich es wieder machen?
Ich denke, es ist sicher nicht das letzte Mal, dass ich mit Bohnen backe, da es eine gute proteinreiche Alternative darstellt. Ich war wirklich positiv überrascht von dem Geschmack, aber ich denke, ich muss noch mehr recherchieren bezüglich der Konsistenz, bevor ich dieses Abenteuer erneut antrete.

Ciao!

Ancora Arte 2.0

Rebeka

… studiert Medizin und ist geborene Ungarin: „Wenn man mich nicht zuhause beim Lernen findet, bin ich wahrscheinlich im Caféhaus in einem Gespräch verwickelt oder im Museum. Meine Seele baumeln lassen kann ich am besten bei semispontanen Reisen oder beim Surfen. Am liebsten esse ich Frühstück und fructosefreie Süßspeisen.“