Grünkohlchips

Grünkohl Chips

Es ist wieder einmal Zeit für einen Beitrag der Avantgarde Küche. Das ist eine Reihe, bei der ich ausgefallene Rezepte ausprobiere und ehrlich beurteile. Heute geht es um Grünkohlchips, oder, weil auf Englisch alles cooler klingt: Kale Chips.

Immer wieder habe ich schon über diese tolle Chips-Alternative gehört und alle scheinen davon zu schwärmen. Schon mehrfach habe ich mir vorgenommen Grünkohlchips auszuprobieren und vergangene Woche war es dann endlich so weit.

Die Wahl fiel dann auf dieses Rezept von the kitchn und nun berichte ich dir hier über meine Meinung zu dem Thema Kale Chips.

Falls du meinen Beitrag aus der Avantgarde Küche-Reihe zu Bohnen Brownies verpasst hast, kann du das hier nachlesen.

 

Also dann:
Auf geht’s.

1. Rezeptsuche

Zugegeben, ich habe nicht viel Zeit verloren. Ich habe einfach schnell ein Rezept gesucht, dass keinen Knoblauch oder sonstige fruktoseunverträgliche Substanzen beiinhaltet und schupsdiwups, habe ich gleich das erstbeste genommen. Dieses Rezept hat super einfach geklungen und schien leicht zum nachmachen.

2. Zutaten

Laut diesem Rezept kann man ohne großem hin und her mit ein paar wenigen Zutaten magische Grünkohlchips herstellen. Was mir besonders gut gefiel, waren die hilfreichen extra Tipps die aufgeführt wurden, z.B. dass man den Ofen nicht zu heiß aufdrehen soll (wozu ich neige, wenn ich ungeduldig werde).

Also hier die Zutaten:

– 1 Grünkohl

– 2 Teelöffel Miso

– 2 Teelöffel Sojasoße

– 2 Esslöffel Kokosfett

– Salz für extra Würze

3. Adaptation

Ich nehme einmal gleich vorweg, dass hierbei vielleicht mein Fehler bei der ganzen Sache lag. Zuhause hatte ich kein Miso.. Deshalb habe ich einfach in den Kühlschrank geschaut und so ungefähr das erstbeste genommen, was mir ins Auge fiel. Und das war Tahini (Sesampaste). Das war dann wohl doch zu flüssig für die Grünkohlchips.

4. Zubereitung

Das Rezept ist wirklich super simpel. Einfach den Grünkohl waschen und zerpflücken, und anschließend gut trocknen (sehr wichtig!!). Dann alle sonstigen Gewürze und Zutaten hinzugeben. Das ganze gut mit den Händen vermischen und so in die Grünkohlblätter „hineinmassieren“. Die Blätter einzeln auf ein Backblech auflegen, ohne, dass sie sich berühren.

Anschließend ca. 20min im Ofen bei 150°C backen. In der Halbzeit einmal wenden.

Grübkohlchips

5. Resultat

Vielleicht ist es ein wenig zu spät um mitzuteilen, dass ich Grünkohl eigentlich nicht wirklich mag…ups.

Umso überraschter war ich, wie ich sie nach dem Backen gekostet habe. Sie sind richtig lecker geworden! Besonders die Grünkohlchips, die knusprig geworden sind.

Was das angeht, hier glaube ich lag mein Fehler. Das Tahini war einfach zu flüssig. Bis auf ein paar wenige, haben die Grünkohlchips eher wie traurige gekochte Grünkohlblätter, die total letschert sind, gewirkt.

Ich hab trotzdem eine gute Portion gegessen, denn trotz allem waren sie ja total lecker, aber dann kam das böse Nachspiel: Bauchschmerzen und Blähungen über Tage. Wahrscheinlich hängt das mit dem Grünkohl an sich zusammen. Das kommt ab jetzt auf mein Finger-weg-Liste…
Mein Fazit ist also: Vom Geschmack her überraschend gut, aber ich glaube nicht, dass ich wieder Grünkohlchips selber machen werde. Die Bauchschmerzen waren so massiv, dass ich das echt nicht wieder brauche. Schade eigentlich…

Ancora Arte- Profilbild

Rebeka

… studiert Medizin und ist geborene Ungarin: „Wenn man mich nicht zuhause beim Lernen findet, bin ich wahrscheinlich im Caféhaus in einem Gespräch verwickelt oder im Museum. Meine Seele baumeln lassen kann ich am besten bei semispontanen Reisen oder beim Surfen. Am liebsten esse ich Süßspeisen.“