Meine Abendroutine

Bett mit Fenster

Ich weiß zwar nicht, wie dir es damit geht, aber ich schaue auf YouTube total gerne Morgen- und Abendroutine Videos. Ich finde es sehr inspirierend die Gewohnheiten von Menschen zu sehen und so meine unter die Lupe zu nehmen und die eine oder andere Idee einzubauen.

Da ich ein absoluter Morgenmensch bin, ist es für mich ganz automatisch was ich wann in der Früh mache. Anders ist es am Abend. Hier noch ein Zoommeeting, da noch ein Gespräch mit Freunden. Viel zu spät essen. Zum Entspannen einen Film schauen. An einem Tag das eine, am anderen das andere. Kurz zusammengefasst: Eine Abendroutine war bei mir lange nicht existent.

Aber vor kurzem habe ich entschlossen, dass sich das ändern muss.

Schlafstörungen und Neuanfang

Normalerweise habe ich überhaupt keine Probleme mit dem Schlafen. Ich kann so ungefähr überall einschlafen. Ich hab schon auf mehreren Flughäfen übernachtet. Ob auf hartem Boden oder in der Daunendecke gekuschelt, ich konnte schlafen, wo und wann ich nur die Möglichkeit dazu gehabt habe.

Mein Mann scherzt immer darüber wie rasch ich einschlafen kann. Sobald ich im Bett bin, bin ich auch schon wieder weg.

Vor ein paar Wochen hat sich das allerdings geändert. Ich habe keine klare Theorie wieso, aber ich habe plötzlich gemerkt, dass ich immer ungefähr um dieselbe Uhrzeit (ca. 03:00) aufgewacht bin, und dann lange nicht mehr wieder einschlafen konnte. Ich lag wach im Bett und grübelte über Gott und die Welt. Das war jetzt zwar nicht das erste mal in meinem Leben dass so etwas passiert ist, aber nachdem sich das über ca. eine Woche täglich wiederholt hat, merkte ich, dass das so nicht weiter gehen kann.

Zugegeben, ich bin ein Mensch, der nur dann gut funktionieren kann, wenn er um die 9 Stunden Schlaf bekommt. Dass ich jede Nacht Stunden wach lag, hatte allerdings zur Folge, dass ich dauerhaft müde, schlecht aufgelegt und unmotiviert war. Etwas, was so gar nicht zu mir passt. Ich war frustriert.

Somit nahm ich mir vor etwas an meiner Schlafhygiene zu ändern. Ich setzte mich hin und überlegte mir eine einfache Abendroutine, die mir helfen soll meinen Kopf frei zu bekommen.

 

Schnell merkte ich, dass meine Schlafqualität auch von meinem gesamten Tag abhängig ist. Bevor ich also mit der Routine beginne gibt es zwei Sachen, die erledigt gehören:

1. Nicht zu spät Abendessen

Abends habe ich das Gefühl, dass das Essen eher in meinem Bauch klebt als verdaut wird. Ich weiß, eine sehr medizinische Ausdrucksweise…besonders von einer angehenden Ärztin. Also bemühe ich mich nicht später als 19.00 zu Abend zu essen. Danach trinke ich oft noch einen warmen Tee, da das meiner Verdauung hilft. Bei einer Tasse Tee habe ich immer wieder das Gefühl, dass ich zur Ruhe kommen kann. Wenn ich mich überfordert fühle, ist das meistens das erste was ich tue. Das Wasser aufkochen zu hören, die Farbe des Wassers ändern zu sehen und die Wärme, die sich mit jedem Schluck im Körper breit macht…das sind alles Sachen, die mich entspannen. Am liebsten wähle ich am Abend Pfefferminztee, direkt vom Garten, von meiner Mama getrocknet. Aber Vorsicht: Wenn ich zu viel trinke, muss ich in der Nacht auf die Toilette. Auch nicht gerade hilfreich ;). 

Tee mit Teekanne

 2. Sport vor der Abendroutine

 Ich bemühe mich, auch wenn das nicht immer realistisch ist, meine Ration Sport eher am späteren Nachmittag hinter mich zu bringen. Wenn ich zu spät intensive Bewegung durchführe, habe ich gemerkt, dass ich länger wach bleibe.

 

Wenn diese beiden Sachen untertags erledigt sind, ist das Fundament für eine gelungene Abendroutine bereits gelegt.

 

Falls du deine eigene Abendroutine aufschreiben möchtest, habe ich eine Vorlage erstellt, die du dir ganz kostenfrei herunterladen kannst :). 

 Die eigentliche Abendroutine

1. Duschen

Um 21:00 starte ich mit dem Duschen. Ich liebe es, das warme Wasser über meine Haut rinnen zu lassen. Ah! Da kann ich so richtig den gesamten Druck und Stress von dem ganzen Tag abduschen. Ich bin wirklich eine notorische Abendduscherin. Ansonsten fühle ich mich ganz schmutzig von dem Tag. So als würde der gesamte Staub von untertags noch an mir kleben. Umso herrlicher ist es frisch geduscht in den Pyjama zu schlüpfen.

 

Weiter geht es mit dem Zähneputzen. Eine Sache, die bei mir auch nie fehlen darf.

 

2. Dehen

Wenn ich dann in meinem Pyjama bin, kommt Dehnen dran. Jeden Abend nehme ich mir ca. 10 Minuten Zeit um meinen Körper durchzudehnen. Ich bin da wirklich langsam unterwegs, denn nach dem duschen will ich nicht wieder zum Schwitzen beginnen. Also Finger weg von anstrengenden Yoga Workouts. In letzter Zeit hab ich dieses Video von Mady Morrison total gerne. Ich liebe es tief durchzuatmen und bewusst meine Gedanken versuchen abzuschalten. Das hilft mir enorm zu entspannen.

 

 3. Lesen, Reden und Beten

Und dann krabbel ich auch schon ins Bett. Dort wartet ein Buch auf mich, da mein Handy draußen „schlafen“ muss. Ich lüfte immer kurz, während ich schon unter der warmen Decke liege. Im Winter kuschel ich mich auch total gerne zu einer Wärmeflasche. Ich lese dann ein bissen, bis ich merke, dass die Augen schon schwer werden. Wenn mein Mann auch schon ins Bett kommt, dann plaudern wir meistens noch ein wenig, bevor wir beten und schließlich heißt es Augen zu und gute Nacht.

 

Schlaf gut!

Ciao,

Rebeka

Ancora Arte- Profilbild

Rebeka

… studiert Medizin und ist geborene Ungarin: „Wenn man mich nicht zuhause beim Lernen findet, bin ich wahrscheinlich im Caféhaus in einem Gespräch verwickelt oder im Museum. Meine Seele baumeln lassen kann ich am besten bei einer Tasse Tee, semispontanen Reisen oder beim Surfen.“